Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

durchreichen

durchreichen,
1.
untrennbar, sich ganz durch erstrecken. uneigentlich, alle meer, alle winde, alle wasser und alle erdreiche durchreichet er (der tod).
2.
trennbar,
a.
durch eine öffnung reichen Henisch 774. Stieler 1509. Frisch 2, 103ᶜ. sie öffnete das fenster und reichte das brot durch. es war eine öffnung in der küchenwand, wo das essen durchgereicht ward.
b.
lang genug sein. die kette reicht bis ans ende durch. dieser strick reicht nicht durch Frisch 2, 103ᶜ. uneigentlich, mit dem empfangenen gelde werde ich nicht durchreichen auskommen. das vorrätige getreide wird bis zum ende des monats durchreichen. wie ausreichen 3.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 7 (1858), Bd. II (1860), Sp. 1657, Z. 32.

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Zitationshilfe
„durchreichen“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/durchreichen>, abgerufen am 26.01.2022.

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