Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

durchsäuseln

durchsäuseln,
säuselnd durchdringen.
1.
eigentlich. der regen durchsäuselt das laub.
zerstreute heere von bienen
durchsäuseln die lüfte, sie fallen auf klee und blühende stauden
Ew. v. Kleist 231.
der sturmwind schweigt und rege weste
durchsäuseln nun die schwanken äste
und wandern sanft durch klee und rohr
Mos. Mendelsohn in Voss musenalm. 1780 s. 153.
wir begaben uns in die sehr geräumige kirche, die er (der mönch), das herrliche instrument (die orgel) bearbeitend, bis in den letzten winkel mit leisestem hauch sowohl als gewaltsamen tönen durchsäuselte und durchschmetterte Göthe 28, 193.
die schwindenden töne durchsäuseln die bäume
Lenau Faust 51.
2.
uneigentlich.
gottes ruhe wird dein herz durchsäuseln,
bleibst du nur der keuschen tugend hold
Chr. F. D. Schubart 2, 92.
keiner von den jugendlichen wünschen die das blut durchsäuseln Thümmel Reise 2, 305.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 7 (1858), Bd. II (1860), Sp. 1662, Z. 17.

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durchdonnern durchwirken
Zitationshilfe
„durchsäuseln“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/durchs%C3%A4useln>, abgerufen am 26.01.2022.

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