Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

durchschiffen

durchschiffen,
pernavigare, durchfahren Maaler 94ᵈ. Stieler 1792.
1.
untrennbar, die gewässer, das meer beschiffen.
siebzehn tage nunmehr durchschifft er des meeres gewässer
Voss Odyssee 5, 278.
schon neun tag und nächte zugleich durchschifften wir rastlos
10, 28.
wir durchschiften die meerenge. er hat den see durchschift von einem ende zum andern. uneigentlich und bildlich.
und du, o göttliche tugend, durch dich nur können wir freudig
das meer des lebens durchschiffen
Ew. v. Kleist.
willst, o sterblicher, du das meer des gefährlichen lebens
froh durchschiffen und froh landen im hafen dereinst
Herder.
ähnlicher weise waren für einen Timur völkerthränen nur versteinernde wasser seines herzens, nur blut- und thränentropfen durchschiffte er als sein rothes und weiszes meer J. Paul Dämmerungen 50.
glücklich sie (die taube) die luft durchschift
Kotzebue Dramat. spiele 2, 301.
2.
trennbar, hindurch schiffen, durch einen raum. das schiff kam zwischen klippen, schifte aber glücklich durch.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 7 (1858), Bd. II (1860), Sp. 1666, Z. 79.

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Zitationshilfe
„durchschiffen“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/durchschiffen>, abgerufen am 03.12.2021.

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