Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

durchschimmern

durchschimmern,
pellucere Stieler 1756.
1.
untrennbar, mit schimmer, glanz mehr oder minder durchdringen; vergl. durchflimmern. das trübe mit blitz glanz und feuer durchschimmern Weckherlin 128. die nacht welche kein freundlicher mond mit silber durchschimmert Stolberg 1, 41.
ein glanz von himmelswonne
verkläret fels und hain, durchschimmert und erfüllt
sie durch und durch
Wieland.
oft auch siehest du sterne, sobald andränget der sturmwind,
jähes falls, am himmel entfliehn und das nächtliche dunkel
hell nachstreifende flammen in langem zuge durchschimmern
Voss Virgils landbau 1, 367.
da in geschiedenen räumen ihn (den regenbogen) tausend farben durchschimmern,
flieszen sie doch in einander das spähende auge verwirrenn
Voss Ovid nr. 26, 61.
aber ein silberner kreis durchschimmerte mitten die stirne (des stiers)
Voss Moschos 2, 85.
da verbirg in dem busen den buntdurchschimmerten gürtel
ders.
uneigentlich, dunkle, durchschimmerte begriffe J. Paul.
2.
trennbar, hindurch leuchten Steinbach 2, 415. sie zog die bettvorhänge zu, aber der mond schimmerte durch. sie trug ein kleid von weiszem flor, aber das rosenfarbene unterkleid schimmerte durch.
rosen schimmern durch auf dornenvollen wegen
Uz 2, 138.
uneigentlich, seine böse absicht schimmerte durch.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 7 (1858), Bd. II (1860), Sp. 1667, Z. 20.

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durchdonnern durchwirken
Zitationshilfe
„durchschimmern“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/durchschimmern>, abgerufen am 03.12.2021.

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