Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

durchschliefen

durchschliefen,
wie durchschlüpfen, durchkriechen, perrepere, ahd. duruhsliufan Graff 5, 805. 1. untrennbar, ein wurm der durchsleufet in (den apfel) Suchenwirt 24, 270. doch so müsten alle die zu der weer gut waren bei sibentausend auch under einem joch durchschliefen Livius von Schöfferlin 84ᵃ. wenn der drat geschmeidig ist und durch so viel eisenlöcher durchschlieft, gelanget er zur vollkommenheit Comenius Orbis pictus 2, 103. alle löcher durchschliefen Frisch 2, 198ᶜ. 2. trennbar. das loch ist zu klein, es kann niemand durchschliefen. die schale des eies ist zu hart, das küchlein kann nicht durchschliefen. uneigentlich, weil ich mit so meisterlichem betrug und feiner kunst durchgeschloffen Simpliciss. 1, 133.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 7 (1858), Bd. II (1860), Sp. 1672, Z. 42.

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Zitationshilfe
„durchschliefen“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/durchschliefen>, abgerufen am 20.01.2022.

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