Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

durchschmettern

durchschmettern,
1.
zerstörend durchdringen, wie zerschmettern.
siehe, den strahlenden schild durchschmetterte mächtig die lanze
Voss Ilias 7, 251.
seitwärts nun vorstürzend umher durchschmettern sie (die eber) waldung
12, 148.
denn der vater Amfion, die brust von dem stahle durchschmettert,
hatte sterbend geendet zugleich mit dem lichte den kummer
ders. Ovid nr. 27, 124.
und es erschütterte ganz vor Zeus durchschmetterndem blitzstrahl
ders.
und sofort durchschmetterte jenen das feldrohr
ders.
2.
uneigentlich, mit lautem klang, schall erfüllen.
der kriegsposaune donnerstimme
durchschmetterte die luft noch nicht
Cronegk.
den immer dichten hain
durchschmettert schon, im lauen mondenschein,
die stille nacht hindurch das lied der nachtigallen
Wieland Oberon 8, 52.
des rauhen hifthorns ton durchschmettert
das ferngedüft
Friederike Brun in Schillers musenalmanach 1798 s. 182.
wir begaben uns in die sehr geräumige kirche, die er (der mönch), das herrliche instrument (die orgel) bearbeitend, bis in den letzten winkel mit leisestem hauch sowohl als gewaltsamen tönen durchsäuselte und durchschmetterte Göthe 28, 193.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 7 (1858), Bd. II (1860), Sp. 1674, Z. 13.

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durchdonnern durchwirken
Zitationshilfe
„durchschmettern“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/durchschmettern>, abgerufen am 20.01.2022.

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