Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

durchschwärmen

durchschwärmen,
1.
untrennbar, in einem raum sich lebhaft und mit lust bewegen. die biene die alle blumen durchschwärmt Lessing.
im anmutigen thal, durchschwärmt von silbernen schafen
Voss Ilias 18, 588.
diesem auch verstattete nicht der erschaffer des weltalls
wild zu durchschwärmen die luft
ders.
die führer
durchschwärmen laut das ganze schlosz
Körner.
uneigentlich.
der sorgen heere
durchschwärmen ohne rast
den glanz am ziel der ehre,
den goldsaal im pallast
Matthisson Ged.
gestein von chalcedongängen durchschwärmt Schubert Reise ins morgenland 1, 245.
2.
trennbar, eine zeit in ausgelassener lust hinbringen, perbacchari.
nach einer durchgeschwärmten nacht
Wieland 2, 95. Uhland Ged. 366.
trennbar, in uneigentlicher, ungewöhnlicher bedeutung. nicht einer sondern zwei wahrhafte beauxesprits, das ist, wahrhaft seichte köpfe, haben uns Les amours d'Horace geliefert. der eine hat in fünf briefen alle weibliche namen die in den gedichten des Horaz vorkommen in ein ganzes zu bringen gewuszt. sie sind ihm eine reihe von willigen schwestern die alle der flatterhafte Horaz durchgeschwärmt ist Lessing 4, 19.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 7 (1858), Bd. II (1860), Sp. 1679, Z. 25.

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Zitationshilfe
„durchschwärmen“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/durchschw%C3%A4rmen>, abgerufen am 17.01.2022.

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