Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

durchschwehlen

durchschwehlen,
glimmend durchbrennen, mit feuer ohne flamme ergreifen; vergl. ahd. swëlhan, swëlgên deglutire, absorbere, flagrare, devorare Graff 6, 875, mhd. swëlhen Diemer Deutsche gedichte des xi. und xii. jahrh. 41, 18. 42, 19. Hahn Ged. des xii. und xiii. jahrh. 52, 85. niederd. swelen sweelen ohne flamme brennen Brem. wörterb. 4, 1116. Schütze Holstein. idiot. 4, 233, wo auch answelen anbrennen, feuer fangen, verswelen unratsam verbrennen angeführt wird, angels. svëlgan svilgan, altnord. svëlgja, der schwalh, schwalg öffnung des schmelzofens Schmeller 3, 536. ein feuer das einen bretterverschlag ergriffen und bereits nach der oberhalb gelegenen wohnung durchgeschweelt hatte Berlin. voss. zeitung 1854 nr. 77, erste beilage s. 3.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 7 (1858), Bd. II (1860), Sp. 1680, Z. 8.

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Zitationshilfe
„durchschwehlen“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/durchschwehlen>, abgerufen am 20.01.2022.

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