Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

durchseufzen

durchseufzen,
die zeit mit seufzen hinbringen.
1.
untrennbar.
zu freuden ungeschickt und ungeschickt zu pflichten
durchseufzt er (der thor) früh genug des lebens matten rest,
das ihm, aus hunderten, die parze grausam läszt
Uz 2, 64.
o, sie weisz es noch nicht, welches gefühl für sie meine tage durchseufzt, weisz euch, ihr thränen nicht Friedr. Hahn Sehnsucht im Göttinger musenalm. 1773 s. 203; vergl. Millers Ged. 37.
seit man dem Gryph die bittre kund erzählte,
durchseufzt er tag und nacht in stäter qual
Gries Ariostos rasender Roland 15, 103.
2.
trennbar. ich war schon bereit mein leben einsam und traurig durchzuseufzen Cronegk.
und die verlangte ruh der durchgeseufzten nächte
raubt euch der stete durst nach nichtigem gewinn
Haller Alpen str. 46.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 7 (1858), Bd. II (1860), Sp. 1683, Z. 67.

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Zitationshilfe
„durchseufzen“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/durchseufzen>, abgerufen am 17.01.2022.

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