Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

durchstreiten

durchstreiten,
wie durchkämpfen, streitend zu ende bringen.
1.
untrennbar er hat sein leben durchzanken und durchstreiten müssen.
mangen sturm er durchstreit
Sigenot in Hagens heldenbuch (1825) 2.
Telemache der vatter dein
und ich haben sehr vil erlitten,
unfals und gfehrlichkeit durchstritten
H. Sachs 3. 2, 93ᵈ.
2.
trennbar. ehe ihm seine scham erlaubt jemand in noth zu verlassen, lieber hülf er das gröszte unrecht durchstreiten Fr. Müller 3, 209. jede unerwartete entdeckung interessirt als zeitungsneuigkeit die welt, nun aber wird sie durchgearbeitet, durchgeprüft, durchgestritten, niemals erschöpft, zuletzt aber doch eingeordnet und beseitigt Göthe 50, 175. reflexiv und uneigentlich, sich durchhelfen, durcharbeiten, durchschlagen. er fand viel schwierigkeiten in seinem leben, hat sich aber wacker durchgestritten.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 7 (1858), Bd. II (1860), Sp. 1697, Z. 24.

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Zitationshilfe
„durchstreiten“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/durchstreiten>, abgerufen am 20.01.2022.

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