Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

durchtanzen

durchtanzen,
1.
untrennbar.
a.
durch einen raum tanzen. man durchtanzte paarweis den saal. uneigentlich, in fröhlichkeit sich bewegen.
sie kürzen die zeit und spielen sich ins herz
dasz man sogleich die welt durchtanzen möchte
Klamer Schmidt.
an diesem hain, vom erlenbach durchtanzt,
ein gärtchen nur vor einer kleinen hütte,
mit schlanken pappeln malerisch umpflanzt,
ist alles was ich vom geschick erbitte
Matthisson Ged. 83.
so durchtanzte sie in seiner gesellschaft die straszen J. Paul.
b.
eine zeit mit tanzen zubringen. die mädchen durchtanzten die ganze nacht.
2.
trennbar.
a.
mit allen in der gesellschaft tanzen.
da ward gegeigt, da ward trompett
und durchgetanzt mit allen,
wie mit der burgemeisterin
so mit der besenbinderin
Bürger 26ᵃ.
b.
einen tanz zu ende tanzen. sie tanzten den walzer durch. die reihen durchtanzen, tanzt schneller durch.
c.
die schuhe im tanz durchlöchern.
unsere schuhe sind durchgetanzt,
wir laufen auf nackten sohlen
Göthe 12, 230.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 7 (1858), Bd. II (1860), Sp. 1700, Z. 25.

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Zitationshilfe
„durchtanzen“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/durchtanzen>, abgerufen am 26.01.2022.

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