Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

durchtaumeln

durchtaumeln,
taumelnd sich fortbewegen, titubare.
1.
untrennbar.
a.
eigentlich. in der trunkenheit durchtaumelte er die straszen.
geh immer, in der brust den himmel,
geraden pfad,
durchtaumle niemals das gewimmel
der goldnen stadt
Hölty 121.
b.
uneigentlich. er hat seine jugend im übermasz der freude durchtaumelt.
die riesen des wassers (die hohen meereswellen)
durchtaumeln, aufs neue belebt. die unabsehbaren flächen
Ew. v. Kleist 202.
kontuschen, strümpfe, mieder
und hauben sonder zahl,
des pfarrers priestermantel
und kragen allzumal
durchtaumelten die fluten
nebst einem halben schock
zerriszner blauer hosen
und manchem unterrock
Hölty Töffel und Käthe im Almanach der deutschen musen 1773.
angstvoll schnappten die aal und fisch umher in den strudeln,
welche die schönen gewässer durchtaumelten hiehin und dorthin
Voss Ilias 21, 354.
2.
trennbar. er gelangte an die pforte und taumelte durch.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 7 (1858), Bd. II (1860), Sp. 1700, Z. 64.

Im ¹DWB stöbern

a b c d e f g h i
j k l m n o p q r
s t u v w x y z -
durchdonnern durchwirken
Zitationshilfe
„durchtaumeln“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/durchtaumeln>, abgerufen am 26.01.2022.

Weitere Informationen …


Weitere Informationen zum Deutschen Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)