Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

durchtoben

durchtoben,
1.
mil toben erfüllen, durchdringen.
er durchtobte das feld, dem geschwollenen strome vergleichbar
Voss Ilias 5, 87.
hierhin und dorthin durchtobte der kampf das gefilde
6, 2.
also durchtobten den feind die gewendeten
11, 326.
so voll ungezähmter vermessenheit scheinen mir jene
schwelgend den saal zu durchtoben
Odyssee 1, 229.
aber die freier durchtobten mit lärm die schattige wohnung
1, 366.
und sie entsprangen den thronen, den saal durchtobend mit aufruhr
22, 23.
moge nie der tag erscheinen,
wo des rauhen krieges horden
dieses stille thal durchtoben
Schiller 79ᵇ.
wall ich an das ziel der sehnsucht
aus der stadt durchtobten straszen
A. Grün Ged. 11.
uneigentlich. das raste in mir! durchtobte mir das mark! Klinger Theater 2, 204.
sie klagt und feur durchtobet ir geäder
Alxinger.
diesen gewaltigen brand, der mir den busen durchtobt
Göthe 1, 302.
wer machte jetzt den zorn des grafen kund,
den grimm, die wut die seine brust durchtoben
Gries Bojardo 1, 26, 28.
2.
tobend zubringen. sie durchtobten die ganze nacht.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 7 (1858), Bd. II (1860), Sp. 1701, Z. 66.

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Zitationshilfe
„durchtoben“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/durchtoben>, abgerufen am 26.01.2022.

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