Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

durchwalken

durchwalken,
1.
untrennbar und uneigentlich.
nû wil man ez mit birsen sô durchwalken (das wild mit jagdhunden
verfolgen)
und manec sâze rîten,
dâ von daz wilt von nœten muoz verschalken (zu grunde gehen)
Laber 510.
seine kameraden sich kaum des lachens erwehren konnten, als sie ihn so wohl durchwalkt (durchgeprügelt) und seinen neuen braunen rock über und über weisz, als wenn er mit müllern händel gehabt, bestäubt und befleckt sahen Göthe 18, 297. Bernd 47.
ob auch Tranchera (Agricans schwert) in das fleisch (Rolands) nicht dringe,
ist doch der schlag so übermäszig stark
dasz er die nerven lähmt, durchwalkt das mark
Gries Bojardo 1. 19, 4.
2.
trennbar, gehörig in der walkmühle bearbeiten Stieler 2420. franz. fouler Beil 158. das tuch ist noch nicht durchgewalkt. uneigentlich, durchprügeln latera alicujus conterere Stieler. man hat den obstdieb gepackt und tüchtig durchgewalkt.
bessert euch, sonst kommt der hunger gezogen,
unser zuchtmeister und walkt euch durch
Langbein Gedichte.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 7 (1858), Bd. II (1860), Sp. 1706, Z. 52.

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Zitationshilfe
„durchwalken“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/durchwalken>, abgerufen am 26.01.2022.

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