Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

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durf, m.

durf, m.
mittelpunct. mit dem zirkel zeucht er den zirkelrunden kreis (den ring), dessen mittelpunct der durf (zenterpunct), der umschlusz (umbfang), der umkreis genannt wird Docemii übersetzung von des Comenius Janua linguar. reserata aurea (1648) § 758. wie ist das wort zu erklären?
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 7 (1858), Bd. II (1860), Sp. 1720, Z. 73.

turf, m.

turf, m.
1)
torf, torferde; vgl. torf teil 11, 1, 1, 881. zu den dort angeführten u-formen im ndl. u. fries. treten weitere aus dem nd.-md. sprachgebiet, die nach aussage des ags. turf, f., auf ein ursprüngliches wurzelnomen weisen s. Sievers-Brunner ae. gram. (²1951) 249 (die oben angenommene i-flexion kann demnach nur sekundär sein): der gemeine turf ist eine mit pflanzen und zarten wurzeln untermischte stauberde, welche unterm rasen gegraben wird bergm. wb. (Chemnitz 1778) 565; wenn der turff kalt sey, so thäte dieser stein (turmalin) gar nichts Beckmann beytr. z. gesch. d. erf. (1786) 1, 250; allerley arten turf ... machen das moorland aus A. G. Werner gebirgsarten (Dresden 1787) 27; von turf auf torf verweisen Steinbach dt. wb. (1734) 2, 882 und allg. haush.-lex. (1749) 3, 560; Nemnich (1793) 4, 1503 führt torf, turf an; vgl. turferde, f., Werner a. a. o.; turferdlage, f., allg. dt. bibl. (1765) 83, 146.
2)
im 19. jh. neu aus dem englischen entlehnt als spezieller ausdruck des pferdesports (vgl. Stiven Englands einfl. a. d. dt. wortschatz [1936] 73) 'rasen, rennplatz': der rasen heiszt im englischen turf und turf wird daher auch die rennbahn selbst genannt J. G. Kohl land u. leute d. brit. inseln (1844) 3, 373; ein einjährig-freiwilliger sagte mit vorliebe: wir vom turf M. v. Ebner-Eschenbach ges. schr. (1893) 6, 4; was man wissen wollte, erfuhr man hier: ... das zuverlässigste vom turf W. v. Polenz Grabenhäger (1898) 2, 6. in weiterem sinne 'pferdesport, turnier': seit die ausbildung des reisigen mannes für sport und turf der stechbahn hauptsache wird G. Freytag ges. w. 18 (1888) 34; vgl.turfhusar, m.:
zum rennen war nach Hamburg ich gefahren,
und hatte, wie sich das von selbst versteht,
ein spiel nachher gemacht mit turfhusaren
Liliencron s. w. (1904) 11, 92.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 12 (1952), Bd. XI,I,II (1952), Sp. 1848, Z. 37.

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Zitationshilfe
„durf“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/durf>, abgerufen am 25.07.2021.

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