Deutsches Wörterbuch (¹DWB)

durft, f.

durft, f.
goth. þaúrfts, ahd. durft duruft Graff 5, 208 und durftî 5, 210, mhd. durft Ben. 1, 363ᵇ und dürfte 1, 364ᵃ, altsächs. thurft thuruft, altnord. þurft, schwed. tarf n. vergl. bedarf m. und notdurft. schon zu Stielers zeit war das wort nicht mehr in gebrauch.
1.
bedürfnis, was nötig ist, indigentia, wie bedurft, notdurft. dasz wir durch etliche unsre durft haben abgenommen ein closteur (d. i. klauensteuer) ab der pfaffheit gut Urkunde von 1323, s. Schmeller 1, 395. ob des durft wird, wenn es nöthig wird Frisch 1, 185ᶜ aus einer hdschr. bibelübers.
2.
mangel, not, armut, inopia. wir wollen sat sein und aller ding gnug haben, ehe der hunger und die notdurft kompt, und versorgen uns mit vorrat auf zukünftigen hunger und durft Luther 1, 496ᵃ. Samuel aus not und durft des volks umbher zog 4, 333ᵃ. weil er aber von N mit XX floren abgefertigt, so andere 100 floren kriegen, wiewol er dazumal solchs bewilligt, so ist doch nu die durft und not da 6, 505ᵇ. schuld oder durft oder armut ders. Briefe 1, 426. sein grosz armut und durft 3, 77. an die durft kommen in dürftige umstände geraten. Biblische erzählungen für die jugend s. 9 bei Heynatz Antibarb. 1, 317. vergl. dürftig. bedürftig.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 7 (1858), Bd. II (1860), Sp. 1730, Z. 54.

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Zitationshilfe
„durft“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/durft>, abgerufen am 03.07.2020.

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