Deutsches Wörterbuch (¹DWB)

dusem, adj. und adv.

dusem adj. und adv.
wie dusmig; vergl.dusmen.
1.
still, schweigsam, niedergeschlagen aus schüchternheit, beschämung, bei bösem gewissen, wegen einer schleichenden krankheit Stalder 1, 330. 331. Schmeller 1, 402. kleinlaut Frommann Mundarten 3, 302. tosam tusem Tobler 248. er redt etwas dusam daher, es geet ihm nit also geschliffen herusz Keisersberg Spinnerin M iij. worüber er mich ganz dusem und still gefragt Französ. Simpliciss. 1, 25. vergl. dän. taus und tyst ganz stille.
2.
es wird von der luft gesagt, wenn sie bei schwülem wetter nicht klar sondern düster, nebelig ist Stalder 1, 330. und gab nu der zeit die schuld, nachdem es dozemal ein getusems wetter wär Hans Hierszman Bericht über krankheit und tod herzog Albrechts VI. von Östreich (1463) herausg. von Karajan in den Silvesterspenden 1858 s. 32.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 7 (1858), Bd. II (1860), Sp. 1759, Z. 71.

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Zitationshilfe
„dusem“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/dusem>, abgerufen am 07.07.2020.

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