einbruch m
Fundstelle: Lfg. 1 (1859), Bd. III (1862), Sp. 159, Z. 17
nach den bedeutungen des einbrechens,
1)
einbruch der nacht, der dunkelheit. Gotter 3, 538.
2)
einbruch der pest.
3)
des diebs.
4)
einbruch des feinds und des fremden: Friesland hat unter allen provinzen am wenigsten von dem einbruche fremder völker gelitten. Schiller 779; so oft es auch an den grenzen dieses staatskörpers gestürmt hatte, so war doch sein inneres von jedem fremden einbruch verschont geblieben. 936; nur musz er den pfif nicht bis zum einbruch in meine grundsätze treiben. 185.
5)
einbruch des eises; so ist zwischen uch und uns gefestet ein grosz mechtig geschütt, magnum chaos, ein sumpf oder inbruch. Keisersb. postill 3, 41ᵇ.
6)
einbruch machen: so könig, fürsten, adel, stedte und gemein selbs anfiengen, der sach ein einbruch machten. Luther 1, 248ᵇ; doch (das sie) daneben etliche messe fallen lassen und seuberlich mit der zeit ein einbruch machen, so viel sie künnen und sich leiden wil. 2, 101ᵃ; einbruch thun, violare legem. Haltaus 291.
Zitationshilfe
„einbruch“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/einbruch>, abgerufen am 09.12.2019.

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