Deutsches Wörterbuch (¹DWB)

einsicht, f.

einsicht f
intelligentia, judicium, nnl. inzigt, schw. insigt, dän. indsigt.
1)
der einblick: nach einsicht des briefs, der verhandlungen; die einsicht in ein thal, in eine gegend; der Genfer see wird hier von den Walliser und Savoyer gebirgen eng eingeschlossen, die steil herabgehen, die einsicht ins Wallis ist ahndungsvoll und die Schweizerseite mit weinbergen sorgfältig und fröhlich genützt. Göthe an fr. v. St. 1, 264; darauf suchte sie die manuscripte vor und vergönnte dem begierigen nicht nur einsicht davon, sondern auch abschrift zu nehmen. Göthe 21, 189.
2)
ein mann von bildung und einsicht, von reifer einsicht; mit tiefer einsicht begabt; er urtheilt nach bester einsicht; aus mangel an einsicht urtheilte er falsch; nichts kann den einsichten nachtheiliger sein, als sogar blosze gedanken verfälscht mitzutheilen. Kant 2, 563; deine gründlichen einsichten in die bewirtschaftung und besonders in der verbesserung der feldgüter. Göthe 19, 147, mit wechselndem casus.
3)
man sagt einsicht nehmen und einsicht haben: habt also einsichten! J. P. flegelj. 1, 14.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 2 (1859), Bd. III (1862), Sp. 294, Z. 70.

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