einstutzen
Fundstelle: Lfg. 2 (1859), Bd. III (1862), Sp. 317, Z. 69
curtare: bäume, zäune und hecken einstutzen. dann auch kleider einstutzen wie aufstutzen, ihnen neuen zuschnitt geben: wie ich dort ankam, hätte ich mich nicht um alle welt in einem deutschen kleide zeigen mögen, ohnerachtet ich die meinigen in Stille (?), wo man doch die mode täglich aus der quelle erhält, so ziemlich einstützen lassen. Möser 2, 222 (frühere ausg. der patr. ph. 2, 352).
einstutzen
Fundstelle: Lfg. 2 (1859), Bd. III (1862), Sp. 317, Z. 58
illidere, von stutzen, frequentativem stoszen: in Weiszenheim am berg werden noch immer die bürger eingestutzt. am aufgang des hauses 'vor dem stein' versammeln sich die im abgelaufenen jahr neu eingetretenen bürger, welche nun in ihre bürgerrechte feierlich eingesetzt werden sollen. je vier männer fassen einen jungen bürger an händen und füszen, der bürgermeister packt ihn am nacken und stöszt ihn auf den stein. der dumpfere oder hellere ton beim aufstoszen wird prophetisch gedeutet auf die gediegenheit des jungen bürgers. Riehl die Pfälzer s. 325. ähnliches stutzen galt auch sonst beim hänseln.
einstützen
Fundstelle: Lfg. 2 (1859), Bd. III (1862), Sp. 317, Z. 76
was einstemmen, die arme einstützen, vgl.aufstützen.
Zitationshilfe
„einstutzen“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/einstutzen>, abgerufen am 24.08.2019.

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