elefant m
Fundstelle: Lfg. 2 (1859), Bd. III (1862), Sp. 403, Z. 47
elephas, ahd. elefant und helfant, ags. ylpend und verkürzt ylp, pl. ylpas (wie auch Holzmann für elefanten passend ilfen setzt), altn. aber fîll; mhd. helfant (wb. 1, 660ᵇ), so auch bei Megenberg 134, 13 und späteren: vil helfant hond mit ainem wald genuͦg, dar inne si waiden. Keisersberg sieben scheiden ff 1ᵈ;
mit dem geschenkten helefanden.
Ayrer 216ᵃ.
später klärte sich wieder der vocalanlaut, Luther schrieb elephant 1 Macc. 1, 18. 3, 34 u. s. w. man deutet ἐλέφας aus dem skr. ibhas, ibha mit vortretendem semitischem artikel el, so dasz den Griechen ein orientalisches alibhas vorgelegen habe, umgekehrt sei aus koptischem ebu mit suffigiertem artikel r das lat. ebur entsprungen, nach dem thier auch das elfenbein benannt. gleichwol scheint hierdurch noch nicht alle berührung mit ἔλαφος abgeschnitten. verschieden ist goth. ulbandus, ahd. olpentâ, ags. olfend, altn. ulfaldi camelus, welches aus aleph rind, bos lucanus, indischer ochse hervorgieng und dem lit. verbludas, poln. wielbla̜d, böhm. velblaud entspricht. namen der groszen thiere laufen oft ineinander.
Zitationshilfe
„elefant“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/elefant>, abgerufen am 13.11.2019.

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