elendiglich
Fundstelle: Lfg. 2 (1859), Bd. III (1862), Sp. 412, Z. 43
misere, ellendigklich. Frisius 683ᵃ. 825ᵇ (bei Maaler 101ᵃ verdruckt ellendenklich): und wo gefangene ligen in stöcken und gebunden mit stricken elendiglich. Hiob 36, 8; elendiglich und kummerhaft ergangen. Schweinichen 2, 156;
solstu so gar elendiglich
dein könig und herrn mit peitschen schlagen?
Ayrer 347ᵃ;
er liesz ihn elendiglich verhungern. Rabener 4, 156; prächtige feste und immer abwechselnde lustbarkeiten, über deren erfindung sich alle witzige köpfe von Scheschian elendiglich erschöpften, verschlangen unermeszliche summen. Wieland 6, 196; wie manche katze warf er in die ofenglut, liesz sie darin elendiglich verbrennen, und tadelte ihn jemand drum, sprach er mit lachen 'ei was schadts? wer weisz, obs keine hexe war'. Musaeus kinderkl. 105;
nein, soll ich nicht elendiglich vergehn,
so musz ich fort, ich musz mich thätig zeigen.
Göthe 7, 313;
wird deswegen nach seiner bekehrung elendiglich aufgehangen. J. P. teufelsp. 1, 64.
Zitationshilfe
„elendiglich“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/elendiglich>, abgerufen am 19.11.2019.

Weitere Informationen …