Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

elfenbein, n.

elfenbein, n.
ebur, gekürzt aus elefantbein, doch schon mhd. gilt helfenbein Parz. 233, 3. tr. kr. 19988, weil auch helfant für elfant. man darf auch der ags. kürzung ylp für ylpend und ylpenbân, ebur, eingedenk sein; nnl. ebenwol elpenbeen. helfenbein herscht noch das 16. 17 jh. durch: helfenbein, ebur. Maaler 218ᵃ; instar eboris, wie helfenbein. Alberus; noch bei Denzler, Rädlein, Steinbach nur helfenbein;
und ir die stirn her gleiszet fein
sam ein durchgrabens helfenbein.
fastn. 265, 7;
von helfenbein ein glatte stirn.
Weckherlin 448;
in einem schif
von cederholz und helfenbein.
568;
die arme helfenbein.
Fleming 154;
er kann in helfenbein,
in purpur und scharlat niemals so ruhig sein.
Gryphius 1, 18;
herr, dieser lilien pracht,
des halses elfenbein sind nur geborgte sachen.
1, 249;
ihr hocherfreute stirn war reinstes helfenbein.
Werders Ar. 7, 11;
die schulter von blendendem helfenbein leuchtend. Lessing 6, 65. doch Luther zieht vor elfenbein und so fast alle späteren: bracht gold, silber, elfenbein. 1 kön. 10, 18; sein leib ist wie rein elphenbein mit saphiren geschmückt. hohelied 5, 14; deine ruder von eichen und deine benke von elfenbein. Ez. 27, 6.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 2 (1859), Bd. III (1862), Sp. 413, Z. 32.

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eintreffung elsebeere
Zitationshilfe
„elfenbein“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/elfenbein>, abgerufen am 21.10.2021.

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