Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

empfindelei, f.

empfindelei, f.
nimia sensuum mollities: empfindelnde erzieher, ob sie gleich noch so sehr gegen empfindelei eifern. Kant 4, 200; aus theilnehmender empfindelei einer affectierten humanität. 5, 170; man hat muthige, man hat zärtliche rührungen. der hang zu den letzteren heiszt empfindelei. 7, 126; freiheit der empfindung ohne empfindelei. Stilling 4, 168;
ich weisz nichts von romanenschwung
und hass empfindelei.
Gotter 1, 238;
sie liesz sich im vorigen sommer mit einem gewissen herrn in empfindelei ein. Klinger 1, 170; Minchen. bauen sie auf meine unerschütterliche treue. Stackel. empfindelei! Kotzebue dram. sp. 3, 243.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 2 (1859), Bd. III (1862), Sp. 426, Z. 16.

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Zitationshilfe
„empfindelei“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/empfindelei>, abgerufen am 24.10.2021.

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