Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

empfindeln

empfindeln,
animi sensibus nimis indulgere: romanschreiber und empfindelnde erzieher. Kant 4, 200; empfindelnde liedleinchen. Siegfr. von Lindenberg 2, 300; was wir bei den alten dichtern empfinden, glauben wir in Rom mehr noch als zu empfinden, selbst anzuschauen ... aber es ist nicht blosz der empfindelnde gedanke zu stehen, wo dieser oder jener grosze mann stand, es ist ein gewaltsames hinreiszen in eine von uns nun einmal als edler und erhabener angesehene vergangenheit. Göthe 37, 35; durch sollst du mir jetzt gerade, ohne drüber zu empfindeln. Fr. Müller 3, 177; aber nicht lange empfindelt! Klinger 1, 158; das liebe herz, das sich fort empfindelt und zutappt, dem kopf zu opfern. Niebuhr leben Niebuhrs 1, 61.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 2 (1859), Bd. III (1862), Sp. 426, Z. 28.

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Zitationshilfe
„empfindeln“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/empfindeln>, abgerufen am 16.10.2021.

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