Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

emporhalten

emporhalten,
sursum tenere: der da himel und erd und alle ding, die darin begriffen werden, treit und enbor haltet. Keisersberg seelenpar. 4ᵇ; unser gemüt ist geleiche als ein weicher pelz, es sei dann das derselb stets mit den ermelen embor gehalten werde, sunst falt er allwegen ernider (vgl. eintreffen 2). predigten Augsb. 1510 10ᵇ; und die weil Mose seine hende empor hielt, siegte Israel. 2 Mos. 17, 11; eine art, die ire augen hoch tregt und ir augenlied empor helt. spr. Sal. 30, 13;
einer gab von der leiter die abgeschnittene traube
seiner winzerin hin, die schmeichelnd ihr körbchen emporhielt.
Voss;
eine meinung emporhalten (sie aufrecht halten, ihr geltung verschaffen). Kant 8, 16; und nun vollends in diese peinlichkeit die heiteren verhältnisse eingeschraubt, die uns sonst über die peinlichen emporhalten sollen. J. P. Tit. 3, 174.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 2 (1859), Bd. III (1862), Sp. 437, Z. 35.

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Zitationshilfe
„emporhalten“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/emporhalten>, abgerufen am 21.10.2021.

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