Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

emporheben

emporheben,
attollere, extollere, erigere: also wurden die Midianiter gedemütiget und huben iren kopf nicht mer empor. richt. 8, 28; und hebest deine augen empor wider den heiligen in Israel. Es. 37, 23; und wenn die thier sich von der erden empor huben, so huben sich die reder auch empor. Ez. 1, 19; Jesus aber hub seine augen empor (goth. uzuhhôf augôna iup). Joh. 11, 41;
ee das ich in (den krug) wolt heben enpor,
ee beleib ich da ungetrunken gar.
fastn. 565, 4;
und hebt entpor sein dicken kranz.
Sprengs Aen. 371ᵃ;
so höbet ewer haupt entpor.
Weckherlin 104;
eh als der freitag kümt, kümt dinstag immer vor,
welt spannt zuvor ins joch, eh himmel hebt empor.
Logau 2, 205, 63;
da wandte sich Petrus,
hub sich empor, und schaute gen himmel.
Messias 6, 574;
wie mit geistsgewalt
hebet die gestalt
lang und langsam sich im bett empor.
Göthe 1, 248;
pinienkerne giengen gar merkwürdig auf, sie huben sich wie in einem ei eingeschlossen empor, warfen aber diese haube bald ab. 29, 48; ich bin ein zusammengedrückter wurm, der sich nicht mehr emporheben kann. Klinger 1, 9; der neugewählte könig ward auf den schultern des volks empor gehoben.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 2 (1859), Bd. III (1862), Sp. 437, Z. 56.

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Zitationshilfe
„emporheben“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/emporheben>, abgerufen am 24.10.2021.

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