Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

emporschweben

emporschweben,
sublime ferri: der mensch wird zu unglück geborn, wie die vögel schweben empor zu fliegen (vulg. homo nascitur ad laborem et avis ad volatum). Hiob 5, 7, wo sich empor auch näher mit fliegen verbinden läszt; ihre widersacher schweben empor. klagl. Jer. 1, 5; und die cherubim schwebten empor. Ez. 10, 15; heute schwebet er empor, morgen ligt er darnidder. 1 Macc. 2, 63;
geht hin in alle welt und lehret alle völker,
geht hin in alle welt und leeret alle völker:
der teufel schaffet disz, gott schafte jenes vor,
noch lieget gottes wort, des teufels schwebt empor.
Logau 1, 102, 23;
unsere feinde schweben empor und spotten der armen,
die den göttlichen mann verehrten.
Messias 12, 319;
jach erhebst du dich von meiner seite,
schwebest bis zur wolkendeck empor.
Bürger 99ᵇ;
schwebe bei dem klange süszer lieder
deine seel ins paradies empor!
101ᵃ;
mein geist fängt an empor zu schweben,
mir wird, in schmelzendem gefühl,
zum feenmärchen dieses leben,
die welt zum marionettenspiel.
Gökingk 3, 153.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 2 (1859), Bd. III (1862), Sp. 440, Z. 15.

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Zitationshilfe
„emporschweben“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/emporschweben>, abgerufen am 22.10.2021.

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