Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

endchen, n.

endchen, n.
particula ultima, nnl. eindje, wird zumal von dem letzten stück oder stumpf eines lichts, seils, fadens gebraucht: der tod deutete auf ein kleines endchen, das eben auszugehen drohte. kinderm. nᵒ 44; alles war finster, nur ein endchen licht an die mauer geklebt; man sagt, 'der hanswurst koset wie ein endchen licht', sein scherz fällt leicht um; wir waren so schläfrig, dasz wir kaum die lichter ausgeputzt hatten, ausgenommen das endchen, mit welchem mein bruder uns vorleuchtete, so trabten wir auch schon über den langen gang unserer schlafkammer zu. Thümmel 4, 45; er war ein junggeselle und ein gutes endchen über die jugendjahre hinaus. Siegfr. von Lindenb. 1, 163 (155); acht und sechzig, gnädiger herr, aber ich gedenke noch mein endchen zu leben, wenn es gottes wille ist. Sturz 1, 245; ich hatte zwar noch ein endchen taback. Wieland 15, 129; es war noch ein endchen (stückchen) weges zurück; um durch die ritzen und klüfte der wolkenballen einen kleinen zipfel besonnter erde, einen schmalen uferzug und ein endchen see zu gewinnen. Göthe 48, 121; und mit grobheit grollend das endchen tau nach dem hauen, der ihrer jämmerlichkeit zu nahe tritt. Seume; ich hielt den zuhörern den schwanz so in meiner hand hin, wie ein endchen kopf. J. P. lit. nachl. 4, 87. vgl. eckchen sp. 22.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 2 (1859), Bd. III (1862), Sp. 446, Z. 50.

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Zitationshilfe
„endchen“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/endchen>, abgerufen am 18.10.2021.

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