Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

endlichen

endlichen,
die alte gestalt des vorigen adverbs, in allen bedeutungen. mhd.
dû solt mich für in sëlben hân,
wan ich bin endelîchen ër.
tr. kr. 16827,
ich bin er in wahrheit; wie unendechlichen (übel, schändlich) luge stê. welscher gast s. 405. nhd. in dem so bisz in ein floch, nach dem grappelt er endlichen (rasch). Eulensp. cap. 35 s. 49; sagt zuͦ der frawen, das sie endlichen solt kumen. cap. 66 s. 96; gon nit mer dan endlichen (auf das schnellste). s. 97; Ulenspiegel was endlichen bi dem pfenning (nahm schnell den pfennig). cap. 80 s. 119;
dein dienst gen gott endlichen (eifrig) stell.
Schwarzenberg 155, 2;
ein gut gewissen darf solchs sorgens nicht, sondern kan getrost aller meuler rede verachten und endlichen mit ehren on alle gewalt stopfen. Luther 6, 327ᵃ;
es sturbe sich, der hier jetzt liegt, noch endlichen zu tode.
Logau 3, 239, 120;
und mach es endlichen also,
dasz ich auch wieder werde froh.
Neumarks lustwäldchen s. 27.
im 18 jh. erloschen.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 2 (1859), Bd. III (1862), Sp. 465, Z. 1.

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Zitationshilfe
„endlichen“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/endlichen>, abgerufen am 16.10.2021.

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