Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

endurtheil, n. und f.

endurtheil, n. und f.
sententia ultima, endliches urtheil: verfassung bei- und endurtheil, wie sie dann zu schleuniger förderung der händel zum trewlichsten und nützlichsten zu sein jederzeit ermessen werden. cammerger. ordn. von 1521 art. 3; so der richter nach der endurtheil sein stab gebrochen hat. Carolina art. 99; sondern zu dem endeurteil ist geeilet worden. Luther 418; diese sachen mit einem billigen endurtheil beschlieszen. Kirchhof mil. disc. 249;
podagram solt lassen citiern,
klag eingeben und zeugen führn,
bei- und endurtheil zu beschlieszen.
Ayrer fastn. 42ᵈ;
dises strits recht und endurtheil föllen.
Weckherlin 722;
(dasz du) eines groszen strits das rechte endurtheil föllest.
728;
den armen sünder im gefängnis zu besuchen und zu sehen, wie er sich zum endurtheil anstelle. Jucundiss. 136;
es haben ihr endurtheil
nationen gefällt.
Klopstock 7, 5;
ruhig blicket die kält herab,
wenn sie ihr endurtheil nun spricht.
7, 12.
s. urtheil und beiurtheil.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 2 (1859), Bd. III (1862), Sp. 467, Z. 39.

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Zitationshilfe
„endurtheil“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/endurtheil>, abgerufen am 22.10.2021.

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