Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

engelrein

engelrein,
omnis labis expers:
der engel, der zuvor mit beiden spielet, stöszet
sie aus dem garten weg der engelreinen schar.
Lohenstein geistl. gedanken 50, 945;
stellete sie sich so engelrein, wie sie ihr lebenlang nie kein wasser betrübt hätte. Jucundiss. 40; Bacon saget, man solle nicht gar zu engelrein leben. Butschky Patm. 605; wer wird so gar engelreine sein? Ettners unw. doct. 105;
doch bin ich gar nicht engelrein.
dritter vers des liedes 'ich danke dir liebreicher gott';
mögen sie mich schwarz machen wie den teufel, wenn ich Seraphinen heirate bin ich engelrein. Lenz 1, 235; und schweig du auch nur, du wirst auch nicht engelrein sein. 1, 269;
die engelreine königin, die damals
mit so viel würde sich vertheidigt, jetzt
kenn ich sie besser.
Schiller 286ᵇ;
und in den engelreinen zügen
erkannt ich meiner träume bild.
Körner 1, 301;
wo liebe treu ist und engelrein.
1, 320.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 2 (1859), Bd. III (1862), Sp. 475, Z. 64.

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Zitationshilfe
„engelrein“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/engelrein>, abgerufen am 21.10.2021.

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