Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

entbresten

entbresten,
gleichviel mit entbrechen, erscheint blosz in der redensart entbrosten sein, dem entbrochen sein vollkommen ähnlich: ich weisz, das man in allen stäten bös und guͦts findet. haltet mein stat etwas böses oder widerwertigs in im, das man anderswa nit findet, so findet man anderswa böses und widerwertiges, das ist gewis, deren mein stat entbrosten ist und ledig. Keisersberg irrig schaf 27ᵇ; wan aber einer allein widerkert (erstattet), so seint die andern entbrosten. narrenschif 164ᵃ;
ja mancher gienge gern zur lehr,
wenn er der straf entbrosten wer
Georg Gotthard zerstörung Trojas. Solothurn 1598. im anfang.
mit höchstem schmerzen des armen patienten, dessen er sonst wol hette können und mögen enbrosten und uberhaben sein. Würtz practica 37; nach solcher predig, deren der verwundte wol hette mögen entbrosten sein, nam er einen lumpen u. s. w. 54.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 3 (1859), Bd. III (1862), Sp. 505, Z. 21.

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Zitationshilfe
„entbresten“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/entbresten>, abgerufen am 18.10.2021.

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