Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

entdeckung, f.

entdeckung, f.
derhalben ich, genent D. Martinus Luther, von herzen erfreuet, mir fürgenomen, zu weiter unterricht und entdeckung der falschen, geferbten kirchen die artikel allesampt mit gründlicher schrift zu beweisen. Luther 1, 400ᵇ;
Nathan. warum ichs aber ihr noch nicht entdeckt?
darüber brauch ich nur bei ihr mich zu
entschuldigen.   Tempelherr. das sollt ihr auch bei ihr
nicht brauchen. gönnts ihr doch, dasz sie euch nie
mit andern augen darf betrachten! spart
ihr die entdeckung doch!
Lessing 2, 341;
zuletzt darf man auch wol der entdeckung und dem misbrauch der kupferstiche einen theil des kunstverderbens zuschreiben. Göthe 39, 113; er geht auf entdeckungen aus;
die ruft der fürst, macht ihr des plans entdeckung
und will, dasz sie ihm helfe zur vollstreckung.
Gries Tassos Jer. 4, 23;
sie versprechen mir
entdeckungen in meinem eignen herzen,
um die ich selber nie gewust.
Schiller 262ᵃ.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 3 (1859), Bd. III (1862), Sp. 508, Z. 27.

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Zitationshilfe
„entdeckung“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/entdeckung>, abgerufen am 18.10.2021.

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