Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

entfinden

entfinden,
was empfinden: das ist ungewonlich speis essen, so man etwan speis macht alein dasz sie seltsam seind, als oliven, da nichts guͦts an ist. wan sie maniger versuͦcht und entfint, dasz sie so bitter seint, so hat er darnach vier wochen genuͦg. Keisersberg s. d. m. 5ᵇ; ein mensch der weisz nicht, das er die blatter hat und entfindet sie nicht, und weisz nicht das er ein frasz ist, er neme dann sein selbest war. 10ᵃ;
ich bin wund mit vergiftem sper,
desselben wahrhaft ich entfind.
H. Sachs III. 2, 48ᵈ;
lasz uns deiner gunst und gütikait entfinden.
Melissus ps. B 3ᵃ;
gott sei dank für mein entfinden!
der verleih dasz meinen (l. meiner) sünden
ich entfinde stets in mir,
und vergebung, gott, von dir.
Logau 2, 164, 26.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 3 (1859), Bd. III (1862), Sp. 518, Z. 40.

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Zitationshilfe
„entfinden“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/entfinden>, abgerufen am 24.10.2021.

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