Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

entgünnen

entgünnen,
invidere, misgönnen, nnl. ontgunnen, gleichviel mit entbünnen oder empünnen, dessen praesens empan oben sp. 420 angezogen wurde; nicht anders sollte das praesens von entgünnen entgan, wie von günnen, gönnen gan lauten. die regel dieser anomalie hat sich aber nhd. zersetzt und wie man von gönnen ein praes. gönnt bildet, ist auch für entgan entgönnt eingedrungen. in Keisersbergs sch. der penitenz 118ᶜ begegnet sogar entgünden für entgünnen: da wirt aber nit sein weder neid noch hasz, kainer wirt dem andern entgünden seiner eer, ob er schon über in ist, als man dann tuͦt im irdischen tanz, da der underst entgünt dem obersten seiner eern. dies engunden, entgunden verzeichnet auch Diefenbach 306ᶜ.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 3 (1859), Bd. III (1862), Sp. 547, Z. 36.

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Zitationshilfe
„entgünnen“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/entg%C3%BCnnen>, abgerufen am 21.10.2021.

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