Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

entkräften

entkräften,
enervare, infirmare, nnl. ontkrachten: ein mann, welcher die heiligen lehren seines amtes durch ein unheiliges leben entkräftet. Rabener 1, 84;
so standen wir betäubt und angeheftet
und sannen dir mit starren sinnen nach,
bis sich der schmerz durch schmerz entkräftet,
und strömend durch die augen brach.
Lessing 1, 94;
diese einzige erfahrungsweisheit, welche kein zweifler zu entkräften fähig ist. Wieland 3, 423; in diesem fall würden sie leicht einen andern vorwand gefunden haben, ihr heuchlerisches lob zu entkräften. 6, 63; die freude entkräftet mich. J. P. Tit. 2, 59; wie erwachend zog sie ihr haupt von seinem herzen und nahm mit einem entkräfteten lächeln seine hand. Hesp. 4, 84; die ihre werke durch den zu ängstlichen gebrauch der feile entkräfteten. lit. nachl. 4, 1.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 3 (1859), Bd. III (1862), Sp. 562, Z. 17.

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Zitationshilfe
„entkräften“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/entkr%C3%A4ften>, abgerufen am 16.10.2021.

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