Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

entlasten

entlasten,
exonerare, entladen, entbürden, nnl. ontlasten, bei Klopstock allzu oft:
ich seh ein sanftes lächeln,
das schnell das herz mir entlastet.
1, 252;
zuletzt entlasten
diese gedanken ihr herz.
2, 76;
du entlastest die erde vom fluche.
Mess. 8, 109;
diesen verlaszt und entlastet von euch die heilige stätte!
8, 135;
von ihm entlastet Obaddon
schnell der heiligen kreis.
9, 685;
wenn du entlastest die erde vom fluch und zum eden sie umschafst.
10, 960;
von dem leibe der erd entlastet.
11, 440;
sich zu entlasten
von den trüben gedanken, die ihn wie wolken umgaben.
15, 225;
doch die seele der sterblichen wurde
wieder entlastet.
17, 304;
von allen
ihren bürden entlastet.
17, 503.
andere geben auch dem kräftigeren gen. den vorzug:
so musz man gleichwol sich des unglücks zu entlasten
kein mittel nicht verschmehn.
Lohenst. Cleop. 9, 307;
sohn, entlaste mich des harms
ob der schwäche meines arms.
Stolberg 1, 45;
entlastet mich dieser tödlichen wollust, dasz ich nicht unter der bürde vergehe. Schiller 141ᵇ;
ist keine stelle, keine, keine, wo
ich meiner thränen mich entlasten darf?
245ᵃ;
doch wechseln schon bei Jeroschin beide fügungen:
si wurdin allir leide intlest.
133ᵇ;
daʒ er wolde intlestin
Cristmemil von den gestin.
167ᵈ.
kaufmännisch heiszt einen entlasten s. v. a. die ihm zur last geschriebne summe wieder abschreiben.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 3 (1859), Bd. III (1862), Sp. 566, Z. 64.

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Zitationshilfe
„entlasten“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/entlasten>, abgerufen am 16.10.2021.

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