Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

entsagung, f.

entsagung, f.
dasselbe.
1)
ohne casus: Lothario und seine freunde können jede art von entsagung von mir fordern. Göthe 20, 232; er rechnet sich die entsagung hoch an. 57, 300; der mensch in stiller bescheidenheit, groszmüthiger entsagung. Klinger 3, 275;
die larve
erhabner, übermenschlicher entsagung
reisz ich ihr ab.
Schiller 267ᵃ.
2)
mit dem gen.: dasz er mich mit entsagung seiner eignen glückseligkeit glücklich gemacht habe. Lessing 2, 40; die entsagung aller ansprüche. Kant 2, 324; eine entsagung alles dessen, was man bisher geliebt und für gut befunden hat. Göthe 25, 67; entsagung aller politik. Bürger 112ᵃ.
3)
mit auf: die entsagungen auf ansprüche, auf erbschaften. Garve zu Cic. de off. 3, 171; eine entsagung auf die hülfe und barmherzigkeit gottes ist eine ungereimtheit. 3, 252; die entsagung auf uns und unsre selbständigkeit. Klinger 11, 304.
4)
mit in: entsagung (ergebung) in den willen gottes. Klinger 6, 357.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 3 (1859), Bd. III (1862), Sp. 593, Z. 35.

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Zitationshilfe
„entsagung“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/entsagung>, abgerufen am 26.10.2021.

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