Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

entschieszen

entschieszen,
nnl. ontschieten,
1)
prosilire, egerminare, von pflanzen, entsprieszen: dichtes gras entschieszt dem boden;
nur musz ein gipfelchen sich nicht vermessen,
dasz es allein der erde nicht entschossen.
Lessing ...;
2)
elabi, entfahren: dasz ihm alles blosz so natürlich entfahre und entschiesze, wie den blattläusen hinten der von bienen so gesuchte honigthau. J. P. Siebenk. 1, ix; enteilen: so sagte der wirt, ich bin vielleicht im stande, einem liebhaber mit einer der veritabelsten ausgestopften misgeburten aufzuwarten, die je auf acht beinen herumgelaufen. 'wie, wo, wenn, was?' rief der doctor auf den gastwirt rennend. 'gleich' versetzte dieser, und entschosz. Katzenberger 1, 80 (55).
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 3 (1859), Bd. III (1862), Sp. 599, Z. 62.

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Zitationshilfe
„entschieszen“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/entschieszen>, abgerufen am 23.10.2021.

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