Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

entschweben

entschweben,
evagari, evolare, avolare, nnl. ontzweven:
welcher engel entschwebt dem hangenden felsen, o seraph?
Messias 11, 1533;
da entschwebt er den heiligen weinenden chören.
12, 172;
sie entschwebten dem thale.
13, 1003;
entschwebtest du dem seelengefilde?
Hölty 109, 1;
ihrer weisheit götterwerke loben
die entschwebten (gestorbnen) bis in ewigkeit.
Bürger 92ᵇ;
glanzend von der nähern gottheit strale
wandelte durch paradiesesthale
wonneschauernd mein entschwebter geist.
Matthisson 189;
entschwebe, wie ein goldner duft,
mann gottes (Luther) deiner stillen gruft!
Voss 4, 58;
und eh der blick ihm folgen kann,
entschwebt es zu den blauen hohen.
Schiller 99ᵃ;
stolz war natur, als ihrer schöpferhand
sie sahe dich, ihr meisterwerk, entschweben.
Rückert 304;
das kann ich nicht wiedergeben, es entschwebt wie der ton der musik entschwebt. Bettine br. 2, 264.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 3 (1859), Bd. III (1862), Sp. 616, Z. 1.

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Zitationshilfe
„entschweben“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/entschweben>, abgerufen am 21.10.2021.

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