Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

entsteigen

entsteigen,
ascendere, erumpere, nnl. ontstijgen:
Hans auch entstieg, und knüpfte das hemmende seil um den baumstumpf.
Luise a. l. h. 25;
dann aus salziger flut entsteigt der untrügliche meergreis.
Voss;
dem bade entsteigen. Wieland 4, 14;
schwarze dämpfe, entsteiget, entsteiget
qualmend dem abgrund.
Schiller 511ᵇ;
kein tag entstieg dem meer und sank hinunter.
495ᵇ;
bin ich dem finstern gefängnis entstiegen,
hält sie mich nicht mehr die traurige gruft?
425ᵃ;
als Gottfried nahet, bricht der schmerz der menge
gewaltger aus und lautre klag entsteigt.
Gries Tassos befr. Jer. 3, 67;
o zauberkraft in eines weibes thränen,
in einer süszen zunge schmeichellaut!
anmutger lipp entsteigen goldne ketten,
und keiner ist aus ihrer haft zu retten.
ebenda 4, 83.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 3 (1859), Bd. III (1862), Sp. 635, Z. 20.

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entgegenneigen entzischen
Zitationshilfe
„entsteigen“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/entsteigen>, abgerufen am 22.10.2021.

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