Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

entwehen

entwehen,
nnl. ontwaaijen,
1)
intransitiv flando subduci, entfliegen:
tönten sie (die engel) oft mit dem purpurflügel, dasz ihnen der erde
lüfte, wie staub, den vom fusz der bote schüttelt, entwehten.
Messias 13, 7;
der deutschen dichter hainen entweht
der gesang Alcäus und des Homer.
Klopstock 1, 182;
du winkst, allmächtiger, wenn hier dem baum
ein blütenblatt entweht!
Matthisson 30;
Albanos berg, auf dessen höhn,
im mondlicht, oft heroenstimmen
des donnrers tempelhain entwehn?
34.
2)
transitiv, flando amovere:
nicht einen seufzer soll der wind mir dann entwehen.
Gökingk 3, 44.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 3 (1859), Bd. III (1862), Sp. 648, Z. 56.

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Zitationshilfe
„entwehen“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/entwehen>, abgerufen am 24.10.2021.

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