Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

entwirren

entwirren,
evolvere, extricare, entwickeln, Maaler 106ᶜ, nnl. ontwerren und ontwarren.
1)
das knäuel entwirren; das gefühl, das einen thätigen mann freudig aufrichtet, wenn er das verworrene zu lösen, das entworrene zu genieszen hoffen darf. Göthe 22, 76; aber der mensch will leben, daher nahm ich aufrichtigen theil an andern, ich suchte ihre verlegenheiten zu entwirren, damit es ihnen nicht ergehen möchte wie mir. 26, 119; die entdeckung entwirrt den knoten. 33, 232;
mich verwirren will das irren,
doch du weist mich zu entwirren.
...
2)
sich entwirren: ich suchte mich in und aus diesem labyrinthe zu finden. man entwirrt sich wol endlich. 27, 106;
wie kann sich dieser kampf entwirren?
Platen 14;
ein seltsam neues schrecknis glaub ich ahndend
vor mir zu sehn, und stehe wundernd wie
das irrsal sich entwirren soll und lösen.
Schiller 509ᵇ.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 3 (1859), Bd. III (1862), Sp. 660, Z. 68.

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Zitationshilfe
„entwirren“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/entwirren>, abgerufen am 22.10.2021.

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