Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

erbauung, f.

erbauung, f.
nach den bedeutungen des erbauens,
1)
exstructio: das also beisamen ist die notige kirchenlehr von anfang der schepfung bisz zu erbawung der kirchen nach den aposteln. Melanchthon anrichtung der lat. schule. Bonn 1543 a 3ᵃ; und fälet gar wenig er hett erbawung des schlosz ansteen lassen. Aimon i 1ᵇ.
2)
vis salubris, incitamentum: dergleichen wortzank, die zuͦ keiner erbawung thuͦnd. Frank weltb. 23ᵃ; was sie zu erbawung der gottesfurcht, guter sitten und wandels erfunden. Opitz poeterei 2; alter teutscher aufrichtigkeit und reiner erbauung unserer werten mutersprach sich zu befleiszen. Rompler s. 14; wenn man eine diesem ausdruck angemessene bedeutung sucht, so ist sie wol nicht anders anzugeben, als dasz darunter die moralische folge aus der andacht auf das subject verstanden werde. Kant 6, 385; abdrücke (geschnittner steine), welche in zierlichen kasten auf das schicklichste geordnet zu nicht geringer erbauung vor uns stehen. Göthe 44, 72.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 3 (1859), Bd. III (1862), Sp. 707, Z. 45.

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Zitationshilfe
„erbauung“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/erbauung>, abgerufen am 19.10.2021.

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