Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

erbeeren

erbeeren,
depsere, verberibus caedere: ouch das der göttlich sinn des länger im verstand des menschen erbeert und gehandlet sine wurzen des tiefer usstreckte in sin herz. Zwingli 1, 66; darnach schmiert er in gar wol mit einem guten prügel, dasz im seine lenden gar wol allenthalben erbeert und geschmiert waren. Wickram rollw. 86; in seiner hand eine scharfe ruthen hette, Ferondo mit dem hals nam und im sein haut gar wol erberet. Bocc. 1, 184ᵃ;
dan wolt ich ir (der alten) das gelt verzern
und ir die alten haut erpern.
H. Sachs I, 526ᵃ;
du alter bertling troll dich nausz,
eh ich dir thu dein haut erbern.
II. 2, 47ᵈ;
das er darob entrüstet wirt,
das er im auch die flöch abkehrt
und im sein füchsen balk erbert.
IV. 3, 69ᶜ;
auch dir ein eid hierum nicht schweren,
sonder dir dafür das gesesz erberen.
Nicod. Frischlins dichtungen s. 165.
später ungebraucht. s. beeren 1, 1244.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 3 (1859), Bd. III (1862), Sp. 712, Z. 72.

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Zitationshilfe
„erbeeren“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/erbeeren>, abgerufen am 24.10.2021.

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