Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

erbfeind, m.

erbfeind, m.
hostis sempiternus, todfeind, nnl. erfvijand:
dasz so vil tausent christen
von mannen, weib und kind,
in ewige knechtschafte
werden verkauft mit machte
in Türkei dem erbfeind.
Soltau 470;
sie (die ratzen) wollen froh zum essen schreiten,
allein es läszt sich jetzt von weiten
der erbfeind ihres volkes sehn,
es schleicht ein fuchs heran.
Hagedorn 2, 16;
zwene giengen zugleich auf ihn los, als wenn er der erbfeind christliches namens wäre. pol. stockf. 286; weil sie nicht nach Paris, nach diesem christlichen Gomorrha, und zum erbfeinde von uns und England gehen wollen. Lichtenberg 7, 270;
was auch der pfaffe sinnt und schleicht,
der prediger steht zur wache,
und dasz der erbfeind nichts erreicht
ist aller Deutschen sache.
Göthe 3, 146;
schon andere haben gegen diese seelenvernichtung (die infamierenden strafen), welche dem staate vom bürger nichts zurück läszt, als eine kalte gekrümmte bildseule oder noch öfter einen kriechend vergiftenden erbfeind, genug gesprochen. J. P. nachdämm. 80.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 3 (1859), Bd. III (1862), Sp. 719, Z. 55.

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Zitationshilfe
„erbfeind“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/erbfeind>, abgerufen am 19.10.2021.

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