Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

erbherr, m.

erbherr, m.
dominus hereditarius: mhd.
mir wære leit wër tœte den erbhërren mîn.
Wolfdieterich 52;
dër sëlben triuwe du iemer genieʒen muost,
daʒ du unserm erbhërren als dînem kinde tuost.
251;
si ist eines suns genësen,
der wol mit êren mac wësen
unser erbehërre.
Mai 129, 5.
nhd. landesfürst und erbherre. weisth. 3, 384 vgl. 3, 129. 130. 156; gott, mache dich auf und richte das land, denn du bist erbherr uber alle heiden. ps. 82, 8;
und ihr solt ihm zu dieser stund
als eurm erbherrn hulden und schwern.
Ayrer 344ᵇ;
F. nur dasz sein untergang uns beide nicht erdrücke.
Cr. er drücke! wenn mit mir mein todfeind nur erdrückt.
F. dein erbherr! Cr. wider den ich gottes schwert gezückt.
Gryphius 1, 293;
doch um den mächtgen erbherrn wol verdienen
heiszt saaten in die zukunft streun.
Schiller 526ᵃ.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 4 (1860), Bd. III (1862), Sp. 722, Z. 6.

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Zitationshilfe
„erbherr“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/erbherr>, abgerufen am 19.10.2021.

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