Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

erbimmen

erbimmen,
irasci, erzürnen, nur einmal gelesen:
ach her got, dich nicht erbimme,
in deinem grimme!
Melissus ps. A 3ᵃ,
auszerdem, so wenig als das einfache bimmen gar nicht erscheinend. man würde zuerst mit Schmeller 1, 175 an zusammenziehung aus erbidmen denken, wenn die bedeutung von erzittern stimmte. doch führt dieser ein nürnbergisches bims zorn, bimsig zornig an, das verwandt sein musz. wahrscheinlich fiel R aus wie in stumpf für strumpf, focht für furcht, mader für marder, fudern für fürdern, fodern für fördern, sp. temblar für tremblar, alts. linôn für lirnôn und a. m. bimmen steht demnach für brimmen und 2, 383 haben wir brimmen fremere, 2, 364 erbremst iratus, so dasz auch bims aus brims hervorgeht und dem bremse, bremsen gleicht. s. hernach erbremsen.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 4 (1860), Bd. III (1862), Sp. 725, Z. 27.

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Zitationshilfe
„erbimmen“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/erbimmen>, abgerufen am 15.10.2021.

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