Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

erblappen

erblappen,
contremiscere, concidere, dissolutum pendere, schlottern: mhd.
mîn kunst ist tôt erblappen
und gêt in maniges ôren niht.
Frauenlob 447, 20.
nhd. erst sie mit streichen in begapt,
das im all sein leichnam erplapt
vom haupt pisz zu den füszen.
fastn. 1280,
vgl. blappen 2, 66 und plappen bei Stalder 1, 180, der ihm die bedeutung eines plaudernden, plätschernden, anschlagenden wassers und dann die von wanken, schwanken, fallen gibt. wir sahen 2, 141 gerade so in blodern = blaterare ähnliche vorstellungen geeinigt, vergleicht man die sonst erscheinenden formeln plip plap plum (Bergmann Walliser s. 98), blip blap blum (Frommann 3, 397), enplipfes und enplapfes (Helbling 3, 364); so läszt sich auf ein altes blippen blap und daraus auf ein reduplicierendes blappen bliep gelangen. ich meine auch blippenblap ähnlich dem snipfensnapf gelesen zu haben.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 4 (1860), Bd. III (1862), Sp. 728, Z. 29.

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Zitationshilfe
„erblappen“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/erblappen>, abgerufen am 18.10.2021.

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